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Schematherapie

 

Die Schematherapie nach Jeffrey Young (Young & Klosko, 2008) ist eine Methode der Verhaltenstherapie, die v.a. für die Behandlung von psychischen Problemen im Kontakt mit anderen oder sich selbst entwickelt wurde.

Die Schematherapie bezieht sich dabei auf aktuelle Probleme, legt dabei jedoch auf deren frühere Entstehungsgeschichte (lebensgeschichtliche Entwicklung) besonderen Wert.

Werden in der lebensgeschichtlichen Entwicklung im Kontakt mit wichtigen Bezugspersonen bestimmte Grundbedürfnisse (wie z.B. Sicherheit, Geborgenheit, Selbständigkeit, Anerkennung und Akzeptanz, Grenzen) nicht oder wenig erfüllt, kann dies die Grundlage für psychische Problematiken im Erwachsenenalter sein.

In verschiedenen aktuellen Situationen können intensive Gefühle und problematische Bewältigungsstrategien die Folge sein.

Ziel der Schematherapie ist es, in bestimmten Bereichen einen sog. „gesunden Erwachsenenmodus“ zu erarbeiten und zu stärken, indem zunächst ein individuelles Erklärungsmodell erstellt wird, problematische Bewältigungsstrategien im Alltag erkannt und hinterfragt werden und ggf. durch hilfreichere ersetzt werden.

Der Therapieansatz setzt an drei Ebenen an:
- Ebene des Denkens (kognitive Techniken),
- Ebene des Fühlens (emotionsorientierte Techniken) und
- Ebene des Handelns (verhaltensbezogene Techniken).

Die Kombination der verschiedenen Techniken führt zu einer Stärkung des gesunden Erwachsenenmodus mit dem Ziel, dass Sie Ihr Leben entsprechend der eigenen Ziele und Werte gestalten können und Kompetenz im Umgang mit anderen Menschen und sich selbst (eigene Bedürfnisse, Emotionen, Möglichkeiten und Grenzen) erlangen.

 

Datum der letzten Aktualisierung

Juni 2020

 

 

 
 
     

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